Friedrich-Ebert-Stiftung Akademie für Soziale Demokratie

Grundlagen der Debatte
Gerechtigkeit

Soziale Gerechtigkeit: Theorie und Wirklichkeit von Wolfgang Merkel

Gerechtigkeit Dieter Schütz Pixelio Zunächst der normativen Frage: Welche regulativen Leitideen sozialer Gerechtigkeit liefert uns die politische Philosophie? Die handlungstheoretische Frage: Welche Gerechtigkeitspräferenzen lassen sich aus der philosophisch-theoretischen Dis-kussion für die konkrete Politik ableiten? Und drittens die empirische Frage: Wie gerecht sind die sogenannten "drei Welten des Wohlfahrtskapitalismus" innerhalb der OECD-Staaten im Lichte dieser Gerechtigkeitspräferenzen? Orientiert an den Gerechtigkeitsphilosophien von John Rawls und Amartya Sen entwickelt unser Autor fünf hierarchisch angeordnete Gerechtigkeitspräferenzen. Sie reichen von der Vermeidung von Armut über die Mobilität durch Bildung, die Inklusion in den Arbeitsmarkt, die soziale Absicherung von Grundrisiken bis zur Einkommensumverteilung. Empirisch würden die universalistischen Wohlfahrtsstaaten Skandinaviens am besten abschneiden, danach folgten die kontinentaleuropäischen Sozialversicherungsstaaten, wie sie exemplarisch in der Bundesrepublik etabliert seien. Danach folge die angelsächsische Welt des Wohlfahrtskapitalismus, die zwar in den letzten Jahrzehnten ökonomisch dynamischer gewesen sei, aber dadurch keineswegs ihre Gerechtigkeitsposition sichtbar habe verbessern können. Deutschland liege auf einem mittleren Platz innerhalb der OECD-Staaten.

Mehr Informationen
PDF Artikel von Wolfgang Merkel

 

Bewerbung

Videos zum Kongress