Friedrich-Ebert-Stiftung Akademie für Soziale Demokratie

Grundlagen der Debatte
SolidaritÄt

SolidaritÄt von Matthias Platzeck

Solidarität Gerd Altmann Pixelio Gleichzeitig oder gerade deshalb scheint der Begriff, der im industriellen Zeitalter die Arbeiterklasse einte, immer inhaltsleerer zu werden. Daher plädiert Matthias Platzeck in diesem Beitrag für eine Neudefinition von Solidarität, die er auch in der heutigen Zeit für unerlässlich für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft hält. Dafür müsse man sich jedoch von einer Solidarität basierend auf gleichartigen Verhältnissen und homogenen Interessen, wie sie vor allem innerhalb der Arbeiterbewegung herrschte, verabschieden.

In einer Gesellschaft, in der Vielfalt zunimmt und sich Lebensweisen immer mehr ausdifferenzieren, müsse man ein dynamisches Verständnis von Solidarität entwickeln, das eine solidarische Haltung spontaner und individueller Hilfsbereitschaft hervorbringt und stärkt. Kern dieser "neuen" Solidarität müsse jedoch der Wille zum "Miteinander" bleiben.

Zuletzt unterstreicht unser Autor die Wichtigkeit von "Solidarität" für den Erhalt des Sozialstaates. Es reiche nicht aus, den Sozialstaat als „organisierte Solidarität" zu begreifen, vielmehr sei Solidarität Voraussetzung für die Legitimation des Sozialstaates. Um diese auch in Zukunft zu gewährleisten sei es essentiell, einen effizienteren, den vorsorgenden Sozialstaat auszubauen. Nur dann werde Solidarität wieder zu einer konkreten Sache mit Inhalt.

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