Friedrich-Ebert-Stiftung Akademie für Soziale Demokratie

Grundlagen der Debatte
Freiheit und Gleichheit

Freiheit und Gleichheit von Julian Nida-RÜmelin

Freiheit Bredehorn J Pixelio Freiheit und Gleichheit sind die beiden miteinander verkoppelten Grundnormen der im Zuge der Aufklärung sich herausbildenden europäischen Demokratien. Die Verbindung von Freiheit und Gleichheit charakterisiert Julian Nida-Rümelin in diesem Beitrag für die OnlineAkademie als das normative Fundament der politischen Moderne. Gleich seien wir als Vernunftwesen, die Würde und die Autonomie sichernde Freiheit des Menschen seien je individuell gleich - es gebe nur gleiche Freiheit oder keine Freiheit. Unser Autor diskutiert drei "Angriffe" auf die Verbindung von Freiheit und Gleichheit. Der erste, der "libertaristische", gehe prinzipiell von der Unvereinbarkeit von Freiheit und Gleichheit aus und räume der Freiheit die absolute Priorität ein.

Der kommunistische dagegen gehe zwar ebenfalls von der Unvereinbarkeit von Freiheit und Gleichheit aus, räume jedoch der Gleichheit die Priorität ein. Der "solidaristische" bezeichne sich als "non-egalitär" und glaube, auf die Gleichheit als Grundnorm verzichten und sie durch eine karitativ orientierte Solidarität ersetzen zu können. Dieser Essay hat das Ziel zu zeigen, dass sich keine dieser drei philosophischen, sich auch politisch-praktisch auswirkenden intellektuellen Bewegungen überzeugend belegen lässt, da sie nicht auf dem normativen Fundament der Demokratie basieren - auf der gleichberechtigten Verbindung von Freiheit und Gleichheit.

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PDF Artikel von Julian Nida-Rümelin

 

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